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technische Daten

Vinyl und PVC


Vinyl und PVC als Bodenbelag


Die Stoffbezeichnung Polyvinylchlorid ist für den alltäglichen Gebrauch wohl einfach zu lang und zu kompliziert. Statt der eindeutigen, aber schwierig zu merkenden Bezeichnung gemäß der chemischen Nomenklatur, setzten sich Abkürzungen wie PVC und Vinyl oder Markennamen wie etwa Vinylan in der Umgangssprache durch. Innerhalb kurzer Zeit wurden diese Kurzformen fester Bestandteil des Sprachgebrauchs.

Das Kürzel PVC wird heute häufig verengt mit einer bestimmten Anwendung des Materials assoziiert: PVC bzw. Vinyl als strapazierfähiger und vielseitig einsetzbarer Bodenbelag. Gleich der  Abkürzung PVC ist diese Assoziation ein wenig vereinfachend. Denn ein modernes PVC-Fertigparkett besteht keineswegs nur aus PVC bzw. Vinyl. Dieses Material wird allein für die oberste Schicht, die sogenannte Nutzschicht verwendet. Weitere Schichten können zum Beispiel aus neuartigen Holzwerkstoffen wie HDF und Naturkork bestehen.

Vinyl Fertigparkett

Doch trotz aller Vereinfachung irrt der Volksmund auch bei der Bezeichnung eines Bodenbelag als bloßem „PVC“ nicht grundlegend. Denn die wichtigste und daher namensgebende Komponente eines solchen, von manchen Herstellern auch als Vinyl-Fertigparkett bezeichneten, Bodens bleibt die oberste Schicht aus PVC. Denn PVC ist so strapzierfähig wie kaum ein anderes Material. Es nimmt kaum Wasser auf und nicht nur gegen Alkohol und Öl sondern auch gegen Benzin, Laugen und Säuren beständig. Hochmoderne Drucktechnik erlaubt es außerdem, PVC mit verschiedensten Motiven zu bedrucken. In Kombination mit einer strukturierten Oberfläche kann man auf diese Weise die unterschiedlichsten Dekore entstehen lassen: Ob Stein, ob Holz oder gar Edelmetall – alle diese optischen Eindrücke lassen sich mit modernen PVC-Böden realisieren.

PVC Zusammensetzung

Die Grundlage für Polyvinylchlorid bilden zwei ebenfalls ganz alltägliche Rohstoffe: Erdöl und Kochsalz. Aus dem Rohöl wird Ethylen gewonnen, das Kochsalz fungiert als „Chlor-Lieferant“. In mehreren Schritten werden diese Produkte zunächst addiert und schließlich polymerisiert. Während des Polymerisationsvorgang werden dem sogenannten Weich-PVC verschiedene Additive (Zusatzstoffe) beigesetzt, die dafür sorgen, dass es als Bodenbelag verwendet werden kann. Zu den wichtigsten Additiven von Weich-PVC zählen Weichmacher, Stabilisatoren und sogenannten Schlagzäh-Modifier. Sie verbessern physikalischen Eigenschaften wie die Temperaturbeständigkeit, die Zähigkeit und Elastizität, oder den Glanz des Materials. An die verwendeten Zusatzstoffe werden hohe Anforderungen gestellt: Sie müssen in möglichst geringer Konzentration eine möglichst hohe Wirkung erzielen. Gleichzeitig müssen Sie auch für mögliche Konsumenten sicher anzuwenden sein.

Es waren gerade jene Additive, die dem guten Ruf des Werksstoff PVC – ganz im Gegensatz zu den eigentlichen Produkteigenschaften – Kratzer und Risse zufügten. Denn einige von ihnen sind – über den ganzen Lebenszyklus eines PVC-Produktes hinweg – die Quelle von Diffusionen. Und diese Diffusionen können teilweise gesundheitsschädigend sein. Insbesondere das Ausdünsten sogenannter langlebiger organischer Schadstoffe (nach der englischen Bezeichnung auch mit POP abgekürzt) kann Schäden des menschlichen Organismus verursachen.

PVC und Umwelt

In Reaktion auf die bekannt gewordenen Gesundheitsrisiken hat die europäische PVC-Branche bereits im Jahr 2000 eine Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung verabschiedet. Im Fokus dieser Verpflichtung stehen neben der gründlichen Optimierungen des Produktionskreislaufs unter Aspekten des Umweltschutzes, die Reduktion von POP-Emissionen.

Grundsätzlich bleibt zu betonen, dass PVC unter baubiologischen Gesichtspunkten ein nicht zu empfehlender Bodenbelag ist. Ihm fehlen notwendige Eigenschaften wie Zusammensetzung aus natürlichen Rohstoffen, eine diffusionsfähige Oberfläche oder eine umweltverträgliche Entsorgung. Als Alternativen unter ökologischen Aspekten empfehlen wir Ihnen Bodenbeläge wie Parkett, Linoleum, Naturstein oder Kork.

 




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